86 VEEDEL. EIN KÖLSCH.

Beim Kölsch ist es wie bei den Kölnern: Es gibt Originale und Immis. Im Glas sind sie nicht zu unterscheiden. Aber an ihrer Geschichte kann man sie erkennen. Unsere beginnt im 13. Jahrhundert in dem Veedel, das man heute die Altstadt nennt. Ecke Untergoldschmied und Große Budengasse, gegenüber dem Rathaus, trafen sich die Kölner Kaufleute im Gildenhaus. Ein passender Name, denn er bedeutet auf Niederdeutsch nicht nur Innung sondern auch Trinkgelage. 1869 wurde das Gildenhaus dann Heimstatt und Namensgeber von Gilden Kölsch. Gebraut wurde allerdings rechtsrheinisch in der ersten Brauerei Mülheims. Und genau da wird Gilden Kölsch auch heute noch gebraut. Vielleicht ist es diese links- und rechtsrheinisch überbrückende Geschichte, die Gilden Kölsch zum Kölsch aller Veedel macht.